Dienstag, 24. November 2009

Lichtermonat Kaartikai


Ein traditionelles Pooja durften wir letzte Woche erleben. Eine Gruppe von Maennern und "Transgendern" kamen um fuer die Kinder zu kochen und anlaesslich des hinduistischen Gebetsmonat Kaartikai eine Art Opferritual mit Taenzen und Musik zu feiern. Dafuer mussten einige Vorbereitungen getroffen werden. Einer Kokosnuss wurde ein Gesicht aufgemalt und verschiedene Fruechte, Rauecherstaebchen und Lichter wurden aufgestellt.

Dann begannen die Maenner zu singen, zu trommeln und zu tanzen. Die Atmosphere wirkte beinah mystisch und wir genossen es total zusammen mit unseren Maedels zuzusehen. Danach assen wir zusammen und unterhielten uns mit den Maennern ueber die einzelnen Rituale.

Wahrend dem Kaartikai Monat leben die Hindu Maenner enthaltsam. Sie trinken keinen Alkohol und rauchen nicht. Manche schlafen sogar waehrend dieser Zeit vor einem Tempel. Ausserdem begehen sie eine Art Pilgerfahrt in einen besonders wichitgen Tempel in den Bergen.


Anders als in Deutschland wird in Indien die erste Periode eines Maedchens gross gefeiert. Am 22. November hatten wir die Gelegenheit bei einer dieser Feiern zuzuschauen und einen tiefen Einblick in die indische Kultur zu bekommen. Im Mittelpunkt stand an diesem Tag die 14 Jaehrige Uma. Sie ist die aeltere Schwester von Deepa, die hier in Abhaya lebt und deren Mutter seit einigen Jahren fuer NMCT arbeitet.

Zu der Feier wurden ungefaehr 200 Gaeste eingeladen, darunter auch viele Mitarbeiter von NMCT. Eine von ihnen, Sareswari begleitete uns im Bus zu dem Haus von Uma's Onkel vor dem ein grosses Zelt aufgebaut war. Als wir durch die laendliche Gegend zum Haus liefen, kamen uns bereits eine Gruppe von Gaesten entgegen, die Fruechte und Suessigkeiten zu einem Tempel trugen. Hier wurde ein Teil der Speisen geopfert. Anschliessend liefen wir zurueck zum Haus , wo die restlichen Speisen vor einenStuhl gelegt wurden auf dem die festlich geschmueckte Uma platzt nahm und von den Gaesten beschenkt wurde.
Nach der Zeremonie waren alle zum Fruestueck eingeladen.





NMCT durfte fuer zwei grosse NGO's ein Programm organisieren, das eine HIV/AIDS Aufklaerungskampagne fuer maennliche Prostituierte und "Transgender" eroeffnete. Hierfuer war auch ein sehr wichtiger Minister eingeladen der offiziell den Start des Programms einweihte. Wir konnten eine Menge lernen zum Beispiel mit welchen Methoden Menschen ueber die Risiken von HIV aufgeklaert werden. Hierfuer wurden Laster mit Bildern, Plakaten und Infotafeln beklept. Es war auch echt interessant die Mentalitaet der Transsexuellen zu erleben. Sie wirken sehr verspielt, stets gut gelaunt und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.




Das Entzuenden von vielen Lampen ist am Kaartikai Deepam Fest Tradition. Die Abhaya Maedchen bereiteten schon am Nachmittag unendlich viele Oellichter vor und malten Rangoli auf den Boden. Das sind eine Art bunte Mandalas die mit Kreide oder gefaerbten Pulver vor den Hauesern gemalt werden.



Stadtimpressionen...









4 Kommentare:

  1. Danke für die tollen Bilder und die Beschreibung.
    Reinhard

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  2. Liebe Laila + Tamara:
    vielen lieben Dank, Laila für Deine Weihnachtskarte, die von Madhupra so schön bemalt wurde.Wir haben uns total gefreut und sind stolz, einen von einer indischen Schülerin gemalten Weihnachtsbaum zu besitzen, zumal man dort sicher keine Weihnachtsbäume kennt! Sag ihr vielen, vielen Dank!! Euer Bericht gibt uns wieder ein Stückchen mehr Einblick in die indische Kultur. Sehr schön ist der Brauch, die erste Periode eines Mädchens zu feiern! Ihr erlebt und lernt soviel - das bleibt!! Hier kommt bei immer kürzer werdenden Tagen, Kerzenschein + Plätzchen langsam Weihnachtsstimmung auf - trotz fehlendem Schnee!
    Genießt Ihr aber die Sonne!! Seid lieb gegrüßt, Gisela

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  3. es ist toll, wie auch ich durch eure Berichte so viel dazu lernen kann. Weil ich NMCT kenne, wird alles für mich durch eure Berichte ganz plastisch, als ob ich dabei wäre.

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  4. Liebe Tamara,

    vielen Dank für die Weihnachtskarte und die lieben Grüße an alle, wir haben sie alle weitergeleitet.
    Ein frohes, erfahrungsreiches Jahr 2010 wünschen euch Gernot und Uli

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